Viral gegen Mobbing?

23. April 2014 in Blog

Unten weitere aktuelle Ergänzungen zum Beitrag.

Anti-Mobbimg Kampagne im Viral-Spot? Die Kids hier im Video von Via Del Campo Nazca Saatchi & Saatchi erfahren Mobbing noch klassisch, am eigenen Leib. Und sie schlagen zurück. Zwar nicht gleich, aber, so heißt es im Liedtext zur Melodie von „I Will Survive“, sobald sie groß sind. Will heißen: Wenn sie die Tortour überstehen und es zum CEO, CFO oder sonst etwas gebracht haben, werden sich die Folterknechte von einst als Schuhputzer oder Handlanger wiederfinden, dem einstigen Opfer hilflos ausgeliefert. Und das zahlt dann mit gleicher Münze heim.

Ich bin mir nicht sicher, wen der Spot erreichen soll. Die Kids, die unter physischem oder Cybermobbing leiden, werden so richtig nicht darüber lachen können. Eltern, die nicht wissen, wie sie ihrem Kind in solch einer Situation den Rücken stärken sollen, wahrscheinlich auch nicht. Leute, denen bisher nicht klar war, dass es soetwas wie Mobbing überhaupt gibt. Vielleicht. Oder man geht davon aus, dass die Nerds, um die es hier geht, ohnehin wissen, dass man sich gegen Widerstände durchbeißen muss, wenn man irgend wann einmal Chef sein will. Dann ist es aber eher ein Statement für das Nerd-Sein, weniger ein clip gegen Mobbing. Weitere Hintergrundinfo gibt es hier.

 

Ergänzung vom 28. April: Gleiches Thema, ganz anderer Ansatz. Diese Produktion von National Australia Bank und Alannah and Madeline Foundation.

 

Ergänzung vom 7. Mai 2014: Am Spot von Via Del Campo Nazca Saatchi & Saatchi sind auch andere hängen geblieben. Hier die Diskussion auf den Facebook-Seite des großartigen George Takei. Irgendwie scheint der Spot nicht eindeutig genug zu sein, in seiner Aussage. Die spannende Frage ist dann, ob das gewollt ist, und man nur mal eine kreative Fingerübung  zu einem Human Touch Thema lancieren wollte. Oder ob man das das Richtige wollte, die Botschaft aber nicht klar und unmissverständlich genug rüber gebracht hat.