Vine und Instagram in der Gesundheitskommunikation

12. Juni 2014 in Blog

Bei Video denken die meisten PR- und Marketingverantwortlichen in Deutschland an YouTube und die eigene Webseite. Video und Fotoplattformen wie Vine und Instagram werden in der professionellen Kommunikation selten eingesetzt.

In der Gesundheitskommunikation in Deutschland meines Wissens gar nicht. Das Ronald Reagan UCLA Medical Center Emergency Room ist bereits auf Vine unterwegs und verschickt regelmäßig kleine Updates und Soundbites. Im Beispiel unten geht es z.B. nur um eine Kernaussage: „325,000 people die each year from preventable medical errors“.

Verglichen mit YouTube sind Vine und Instagram eine echte Herausforderung: Die Clips dürfen nicht länger als sechs (Vine) bzw. 15 (Instagram) Sekunden lang sein. Und man muss sie mit dem Handy produzieren. Ein Hochladen von Videos, die außerhalb der Apps geschnitten wurden, ist momentan nur über Umwege möglich.

Vine und Instagram sind Plattformen und Anwendungen für die mobile Nutzung. Das impliziert Schnelligkeit und Unmittelbarkeit und einen gewissen Amateurcharakter. Zunehmend entdecken auch Unternehmen die Möglichkeiten des schnellen Drehs. Gut gemachte Clips finden dabei über die Anbindung an twitter und die Möglichkeit, sie auf facebook zu teilen, schnell Verbreitung.

In der Kürze liegt zwar die Würze, das heißt aber nicht, dass ein kurzer Clip gleich ein Selbstgänger ist. Als Produzent muss man sich schon sehr genau überlegen, was man eigentlich sagen möchte und wie man die Botschaft so auf sechs Sekunden verknappt, ohne dass der Kern verloren geht. Auch über die Frage, wie man eine Geschichte erzählen will, muss man sich Gedanken machen: Stop Motion für Produkte, Realbild für die Nachricht oder Time Lapse für Prozesse. Mit etwas Experimentierfreude, Übung und Beratung erschließt sich so aber ein attraktiver und schneller Kommunikationskanal, der sich nahtlos in die Onlinekommunikation integrieren lässt.

Einige interessante Tipps zum Umgang mit Vine und Instagram findet sich auf Regan’s Health Care Communication News vom 8. Mai 2014.