Politik im Gespräch mit der Zielgruppe

13. Februar 2015 in Blog

Ein schönes Beispiel, wie man den Dialog mit der Zielgruppe inszenieren kann: US-Präsident Barack Obama stellte sich am 22. Januar 2015 den Fragen von drei der bekanntesten YouTuber in den USA: Bethany Mota, GloZell Green and Hank Green (Vlogbrothers). Natürlich geht es dabei primär darum, die Agenda des Präsidenten vorzustellen. Das ist aber im Prinzip für einen Politiker nicht verwerflich. Heute ist es für die Politik schwer bis unmöglich, die jüngeren Zielgruppen überhaupt noch mit ihren Botschaften zu erreichen. Den Weg über in der Zielgruppe akzeptierte Vermittler zu gehen, ist zumindest den Versuch wert. Sie sind die Anchorwomen und Anchorman der YouTube Generation.

Allerdings, und das zeigt sich in der Aufzeichnung, ist der Grat zwischen ehrlich-verbindlicher Ansprechhaltung auf Augenhöhe und Anbiederung ein schmaler. Man erinnert sich noch mit Grausen an die Auftritte deutscher Politiker bei Big Brother. Alternativ das klassische Gespräch mit den Jungen Leuten in irgend einer Schule oder Uni. Obama nimmt man seine lockere Art und sein Interesse am Gegenüber sofort ab. Entweder ist er so, oder er hat verdammt gute Berater.