Informationen müssen facebookbar sein

9. September 2013 in Blog

Junge Internetnutzer informieren sich über das aktuelle Zeitgeschehen primär über Facebook – Ergebnisse einer Studie im Auftrag der BLM

Junge Leute, das hat eine Studie im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) herausgefunden, setzen beim Nachrichtenkonsum primär auf Facebook. Bei den 14 – 29 Jährigen hängt das soziale Netzwerk alle anderen Medienangebote ab.

Facebook bietet kein eigenes, redaktionell erstelltes Informationsangebot. Es bietet seinen Nutzern lediglich die Plattform, interessante Inhalte an Freunde im Netzwerk weiter zu leiten. Das eigene Freundesnetzwerk ist die Redaktion, die solche Inhalte auswählt, die sie für relevant und interessant hält. Als Nutzer profitiert man davon, dass die Freunde auf Facebook in der Regel wissen, etwas einen interessiert und somit die Auswahl und Relevanz des Nachrichtenangebots in der Regel meinen Geschmack viel genauer trifft, als ein durch eine anonyme Redaktion erstelltes Angebot.

Insofern sind die Ergebnisse der Studie ermutigend. Junge Leute sind noch immer an Informationen und Nachrichten interessiert. Aber, und das ist für Informationsanbieter, egal ob Medien oder nicht wichtig, sie müssen teilbar sein. Das bedeutet, Informationen müssen mit visuellen Elementen – Video oder Foto, versehen sein, damit sie beim Teilen auf Facebook ins Auge fallen. Und sie müssen durch Inhalt oder Gestaltung dazu animieren, vom Einen zum Nächsten weiter gereicht zu werden. Kurz, man muss nicht gleich eine eigene Präsenz auf Facebook einrichten, um die 14-29 Jährigen zu erreichen. Aber man muss Informationen „facebookbar“ machen, wenn man dort stattfinden will.