Bewegtbild muss Augen und Hirn erreichen

22. November 2013 in Blog

Ich finde das VOLVO-Video, mit Jean Claude van Damme in der Grätsche auch gut, keine Frage. Es passt perfekt in die Strategie der ungewöhnlichen Inszenierungen, mit denen die Schweden seit einiger Zeit auf YouTube erfolgreich sind. Das Video ist perfekt inszeniert. Nichts ist dem Zufall überlassen. Über 40 Millionen Abrufe sind ein gerechter Lohn für den sechsstelligen Betrag, der in der Produktion stecken dürfte.

 

"Like a Rolling Stone" interaktives VideoRichtig umgehauen hat mich diese Woche allerdings etwas anderes. Das Musikvideo zum Klassiker „Like a Rolling Stone“ von Bob Dylan. Ein virtueller Fernseher mit dem klassischen Programmix aus Dauerwerbesendung, Seifenoper, Sportkanal und anderem. Zum Song von Dylan bewegen die Protagonisten Synchron die Lippen, auch wenn der Zuschauer virtuell durchs Programm zappt.Like a Rolling Stone

Dabei sind die Bilder nicht willkürlich gewählt. Schnell wird beim zweiten oder dritten Hinsehen klar, dass die Bilder die Tonspur in gewisser Weise kommentieren und weiterführen.

Like a Rolling Stone

 

Die Zuschauer sind nicht auf die reine Konsumentenrolle reduziert. Sie müssen für dieses Video auch ihr Hirn einschalten.